Erasmus+ in Italien: Von den Gezeiten zu den Brunnen – wo Wasser auf unsere Wurzeln trifft

Im Rahmen unseres von der Europäischen Union geförderten Erasmus+-Kurzzeitprojekts From Tides to Fountains – Where Water Meets Our Roots führte uns die zweite Schülermobilität in diesem Jahr nach Tivoli, etwa 30 Kilometer östlich von Rom. Vom 01. bis 07. Juni 2026 nahmen 14 Schülerinnen und Schüler der E-Phasen-Kunstkurse von Frau Guht und Herrn Bourgeois an diesem besonderen Austausch teil.

Gemeinsam starteten wir unsere Reise mit einem Flug von Hamburg nach Rom. Dort hatten wir zunächst einen Tag Zeit, die italienische Hauptstadt auf eigene Faust zu erkunden. Ob Kolosseum, Petersdom, die Vatikanischen Museen oder ein abendlicher Bummel durch das charmante Viertel Trastevere – mit rund 30.000 Schritten legten wir an diesem Tag einige Kilometer zurück und sammelten unzählige Eindrücke. Am Ende waren wir uns alle einig: Rom ist eine bemerkenswerte Stadt voller Geschichte, Kultur und Leben.

In Tivoli wurden wir anschließend von unseren Gastfamilien sowie den beiden italienischen Kolleginnen Frau Maccaroni und Frau Marmo herzlich empfangen. Vor uns lagen vier ereignisreiche Tage, die ganz im Zeichen unseres Projektthemas standen.

Am ersten Projekttag besuchten wir die beeindruckende Villa Gregoriana. Durch weitläufige Parkanlagen, tiefe Schluchten und entlang der berühmten Wasserfälle erkundeten wir die einzigartige Naturlandschaft. Dabei wurden wir selbst kreativ: Inmitten der Natur entstanden zahlreiche Skizzen und Zeichnungen, die wir sowohl individuell als auch gemeinsam im Team anfertigten.

Der zweite Tag führte uns nach Subiaco, wo wir uns intensiv mit Wasser als Natur – und Kulturgut beschäftigten. Bei einer Soft-Rafting-Tour wurden wir zunächst ordentlich nass, konnten uns bei sommerlichen 30 Grad jedoch schnell wieder trocknen. Anschließend besichtigten wir das beeindruckende Kloster San Benedetto und erhielten spannende Einblicke in dessen Geschichte und Bedeutung.

Ein weiteres Highlight erwartete uns am dritten Tag mit der Besichtigung der weltberühmten Villa d’Este. Die einzigartigen Renaissancegärten und die unzähligen Brunnen dieses UNESCO-Welterbes begeisterten uns nachhaltig und zeigten eindrucksvoll, welche zentrale Rolle Wasser in Kunst, Architektur und Kultur spielen kann. Am Abend ließen wir den Tag bei einer gemeinsamen Pizza-Party in einem kleinen Restaurant ausklingen. Spätestens jetzt war aus unserer Reisegruppe eine echte Gemeinschaft geworden.

Den letzten Projekttag verbrachten wir noch einmal in Rom, diesmal in der Villa Borghese. Die berühmten Marmorskulpturen wie Der Raub der Proserpina oder Apollo und Daphne aus nächster Nähe zu erleben, war für viele von uns ein unvergesslicher Moment und ein beeindruckender Abschluss unserer künstlerischen Entdeckungsreise.

Auch außerhalb des offiziellen Programms war die Woche voller besonderer Erfahrungen. In den Gastfamilien fühlten sich alle sehr wohl. Beim gemeinsamen Essen, bei Ausflügen und Gesprächen wurde das italienische Dolce Vita genossen, die ersten italienischen Sätze gelernt und neue Freundschaften geknüpft.

Umso schöner ist die Aussicht, dass wir uns beim Gegenbesuch in Ritterhude im kommenden Jahr wiedersehen werden. Bis dahin bleiben wir in Kontakt und blicken dankbar auf eine Woche voller Begegnungen, kultureller Entdeckungen und gemeinsamer Erlebnisse zurück.

Mille grazie und arrivederci, Tivoli!
Frau Guht